Update: Was macht der junge Kempter jetzt eigentlich?

Die letzte Ausgabe der Kempterhof Zeitschrift kam zu Ostern 2016 raus. Aber warum denn diese Lücke bis heute? War der junge Kempter (also ich) etwa zu faul zum schreiben?

Nein nein, kann ich da nur sagen, denn wie Sie sicher wissen, haben wir seit April 2016 ein neues Projekt und fahren auf ganze vier Wochenmärkte.

Unsere leckeren Frischkäse und handgemachten Knödel finden Sie also nicht nur im Hofladen, sondern auch regelmäßig in Leutkirch, Wangen, Friedrichshafen und Ravensburg.

PS: Wangen und Ravensburg sind die schönsten Märkte im gesamten Umkreis, aber das darf ich nur „leise“ schreiben, weil hier ja auch viele „Häfler“ und Leutkircher mitlesen..

Unser Verkaufsanhänger ist dabei eine erstaunlich kleine Kiste, die sich auf ganze sechs Meter ausklappen lässt. Während der Fahrt kühlen wir mit einem speziellen Aggregat, das am Anhänger zwar vogelwild aussieht, aber seinen Job tut und Ihre Knödel, Lasagnen und Frischkäse durchgehend kühlt.

Die Theke ist mit einem wunderschön altem Birnenholz vom Hof verkleidet und im Anhänger ist sogar eine Kühlzelle dabei, in der wir hunderte von Knödeln und Ihre Bestellungen mitfahren.

Okay und natürlich nicht zu vergessen unser wunderbares Marktteam, das im Durchschnitt 23,9 Jahre alt ist und schon mindestens zwei Kinder hat. V.l.n.r. Kilian, Tobias und Marius.

..und wie geht‘s weiter?

Kilian, jetzt hattet ihr doch schon ewig vor den Laden zu vergrößern. Was ist den nun aus diesem Plan geworden?
Ja, das stimmt. Wir haben unzählige Stunden diskutiert, geplant, dann wieder diskutiert und weiter geplant. Der fertige Ladenplan mit doppelter Ladengröße hängt auch schon hier im Büro. Und ich habe gerade nachgezählt. Der Ladenplaner hat ganze 39 einkaufende Kunden darauf eingezeichnet. Wir waren schon fest davon überzeugt die Erweiterung zu realisieren… aber dann.. kam der Markt.

Ja und so ist es, dass heute unser Küchenteam in einer viel zu kleinen Küche viel zu große Knödel… ähh, wunderschön große Knödel zaubert und sich leider dabei gegenseitig auf die Füße tritt. Es gab also plötzlich einen neuen Engpass – der hieß: „Die Hofküche ist zu klein. Einfach viel zu klein“. Also ging die Diskussion und Planung zwangläufig wieder von vorne los.

Genau und ich traue es mich schon fast nicht zu sagen, aber aktuell sind wir gerade dran die Küche zu planen und im kommenden Jahr 2018 auch tatsächlich zu bauen.

Ja und wenn wir gerade dabei sind.. wie sieht denn deine Arbeit am Hof aus?Also eine typische Woche sieht bei mir so aus, dass ich im Schnitt meist 2,5 Tage auf Märkte fah- re. Die restliche Zeit bin ich dann entweder im Büro und beschäftige mich mit Kalkulation, Einkauf, Planung und Marketing oder ich springe als Urlaubsvertretung in Laden und Landwirtschaft ein.

Und wie sieht so ein typischer Markttag bei dir aus?
Morgens um 5.30 Uhr hole ich die frisch produzierten Knödel, Lasagnen und Frischkäse aus der Marktkühlzelle und bestücke die Kühltheke vom Verkaufsanhänger. Sobald ich dann zwischen 7.00 und 7.30 Uhr am jeweiligen Markt angekommen bin, geht‘s nach kurzem Aufbauen auch schon los mit Knödel einpacken. Meist lassen wir dabei die neuesten Frischkäse der Saison probieren und freuen uns mit unseren Kunden, wenn sie sich einen Haufen Knödel ergattert haben.

Ja und wenn der Markt dann um 13 Uhr zu Ende ist, beginnt das große Aufräumen. Um zirka 15 Uhr gönne ich mir dann meist eine Pause und esse etwas oder trinke einen Kaffee.
Und wenn ich wieder voll gestärkt bin, dann putze ich die Theke, spüle die Knödelwannen und fülle das ganze Verpackungsmaterial und Produkte wie Sirup, Nudeln, Linsen und Marmeladen auf und zwar so lange bis es mir irgendwann am Abend dann auch mal reicht;)

Womit beschäftigst du dich außerdem noch? Also kurz erklärt befasse ich mich schon seit vielen Jahren mit den ganzen „Problemen unserer Zeit“. Nach und nach gelang es mir dabei immer besser die Ursachen „Warum es so ist, wie es ist“ zu erkennen. Mit meiner Partnerin Gina betreibe ich deshalb den Blog www.bauchgedanke.de. Dort erforschen wir, welche Hebel jeder Einzelne bei sich in Bewegung bringen kann, damit sich die Dinge im großen Ganzen weiterentwickeln. Aktuell hat Gina zum Beispiel die Hausgeburt von unserem zweiten Sohn Ari beschrieben und ich erarbeite seit Wochen einen Vortrag, mit dem ich alte Glaubensmuster au öse und neue Lösungen aufzeige.

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Kilians Letter ist kostenfrei und alle die sich dafür eintragen erhalten ein Geschenk!

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